Lions Club
Höchst Main-Taunus

Lachgas-Kurznarkose

Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Frankfurt Höchst konnte der Lions Club Höchst Main-Taunus auch in 2010 fortführen. Anläßlich der Jubiläumsfeier zum 40jährigen Bestehens unseres Clubs überreichte der Club dem Klinikum für ein neues Projekt zur Einführung der Lachgas-Kurznarkose bei Kindern einen Spendenscheck im Höhe von € 12.000 .


Informationen zur Lachgas- Kurznarkose bei Kindern

Lachgas ( Distickstoff-Monoxid, N2O) ist ein altbekanntes Narkose-Gas.

Im OP wird es nur noch selten angetroffen, weil es für längerdauernde Narkosen inzwischen besser geeignete Substanzen gibt. Für den ambulanten Bereich hat sich aber in den letzten Jahren ein zunehmender Bedarf an kindgerechten, schnell wirkenden und schnell wieder abflutenden Schmerzmitteln entwickelt. Auch im stationären Arbeitsfeld der Kindermedizin hat sich gezeigt, dass die Vermeidung von Schmerzen bei bestimmten notwendigen Prozeduren zur rascheren Heilung und zur höheren Zufriedenheit der Patienten beiträgt. Hier hat das Lachgas eine Art Renaissance erlebt, da es gut schmerzhemmend ist, schnell wirkt und schnell wieder abgeatmet wird.

Es verursacht sehr selten Übelkeit und die Schutzreflexe bleiben bei niedriger Dosis erhalten, sodass die Kinder nicht wie bei intravenöser Gabe von sedierenden und schmerzhemmenden Medikamenten nüchtern bleiben müssen. Auch das Legen von Infusionsnadeln entfällt.

Das Gas wird über eine Atemmaske, die das Kind meist selbst hält, appliziert. Während der Wirkdauer des Gases erfolgt eine Monitor-Überwachung der Herzfrequenz sowie der Sauerstoffsättigung im Blut. Zu beachten ist, dass Lachgas in höherer Konzentration teratogen wirken kann.

Mütter oder weibliches Personal in der Frühschwangerschaft dürfen nicht im Behandlungsraum anwesend sein, bis die Gaskonzentration wieder auf die erlaubte Menge abgefallen ist. Eine genaue Einweisung sowie eine Überwachung der Gaskonzentration im Raum ist demnach unbedingt erforderlich.

Das Gas wird in 5-Liter-Druckbehältern als Narkosegas der höchsten Reinheitsstufe angeboten.

(Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit Frau Dr. med. Alexandra Weltzien, Leiterin der Klinik für Kinderchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst erstellt, Stand Oktober 2010.)